Kommentar : Nicht ganz ernst genommen
Die Landesregierung hat den Mehrheitseigentümer des Uni-Klinikums Gießen und Marburg ins Gebet genommen. Das nützt vorerst nur ihr selbst. Für die Mitarbeiter ist nichts gewonnen.
Wenn sie will, kann die Landesregierung rasch handeln. Gut eine Woche nach der Ankündigung des Mehrheitseigners Rhön-Klinikum, am privatisierten Uni-Klinikum Gießen und Marburg bis zu 500 Stellen zu streichen, hat Ministerpräsident Bouffier (CDU) diese Zahl angezweifelt. Seine Parteifreundin, Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann, meint sogar, die 500 sei „vom Tisch“. Denn ohne Mitwirkung von Ärzten und Universität sei kein Stellenabbau bei Medizinern möglich. Dass sich Betriebsräte des nach wie vor einzigen privatisierten Uni-Klinikums zurückhaltender äußern, sollte zu denken geben. Noch ist für die 9700 Beschäftigten nichts gewonnen.





