Streit um Stellenabbau : Ministerin verteidigt Privatisierung von Uni-Klinikum

Trotz des Streits um den geplanten Stellenabbau am Uni-Klinikum Gießen und Marburg verteidigt das Land die Privatisierung. Das Klinikum stehe als Modellprojekt gut da, meint Ministerin Kühne-Hörmann.
Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) sieht die Privatisierung des Uniklinikums Gießen und Marburg (UKGM) trotz Querelen um einen drohenden Stellenabbau als Erfolg. Ohne die Privatisierung wäre ein ganzer Standort gefährdet gewesen, sagte sie am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden. „Es ist deshalb eine Erfolgsgeschichte, weil dieses Universitätsklinikum Gießen und Marburg als Modellprojekt außerordentlich gut da steht.“
Die Ministerin betonte, dass die Stellenstreichungen seit einer gemeinsamen Presseerklärung von Landesregierung, UKGM und dem Betreiber Rhön-Klinikum AG vom Tisch seien. „Es wird an den diskutierten 500 Stellen nicht weiter festgehalten“, sagte Kühne-Hörmann. Die Landesregierung hatte das Klinikum im Jahr 2006 für 600 Millionen Euro an das Rhön-Klinikum verkauft. Das Land hält noch einen Anteil von fünf Prozent.




