HSG Wetzlar : Einfach alle überflügelt

Die erstklassige HSG Wetzlar steht vor der besten Handball-Bundesligasaison ihrer Vereinsgeschichte. Der Fluch der guten Tat: Beinahe die halbe Mannschaft wird den Klub verlassen.
Wer hätte das vor, sagen wir einmal, 15 Jahren gedacht? Die SG Wallau/Massenheim bekommt wegen Zahlungsunfähigkeit keine Lizenz für die erste Liga (2005), der ruhmreiche TV Großwallstadt strauchelt der zweiten Liga entgegen (Mai 2013), der zwischenzeitlich recht erfolgreiche Zweitligaklub HSG Münster ist in die Oberliga Hessen abgestiegen. In der einstigen Handball-Hochburg Wiesbaden tut sich sowieso schon lange nichts mehr. Aber in Mittelhessen. 1998 war der Klub unter dem Namen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in die Bundesliga aufgestiegen, die nachfolgenden Spielzeiten sind häufig ein sportlicher Überlebenskampf gewesen. Doch die HSG Wetzlar - unter diesem Label spielt die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider nun schon seit vielen Jahren - hat die einstigen Renommierklubs aus Wallau und Großwallstadt alle überflügelt. Und steht nun vor der besten Bundesligasaison ihrer Vereinsgeschichte.





