Trumps Umgang mit Geheimnissen :
Außer Kontrolle

Klaus-Dieter Frankenberger
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Trump verrät dem russischen Außenminister Lawrow vertrauliche Informationen eines befreundeten Nachrichtendienstes. Damit brüskiert er seine Partner, beschädigt sein Amt – und setzt die Sicherheit Amerikas aufs Spiel.

Im Weißen Haus herrscht das Chaos, und im Zentrum dieses Chaos steht niemand anderes als der Präsident, mag der sich auch als Opfer politischer Verfolgung und übler Nachrede gerieren. Dabei ist das, was Grund zu großer Sorge gibt, allein Donald Trump selbst, die Mischung aus Ignoranz und Rücksichtslosigkeit.

Jetzt soll er von einem befreundeten Geheimdienst stammende Informationen über den „Islamischen Staat“ an Moskaus Außenminister und Botschafter weitergegeben haben. Erst lässt Trump den entsprechenden Bericht von seinem Sicherheitsberater halbherzig dementieren, dann brüstet er sich damit, dass er, aus humanitären Erwägungen, das Recht habe, die geheime Information weiterzugeben.

Die aber wollte der Dienst, auf den sie zurückgeht, nicht mal mit Verbündeten teilen, geschweige denn mit Russland. Wie in der Affäre um die Entlassung des FBI-Direktors brüskiert Trump wichtige Mitarbeiter; er ignoriert Grenzen des Amtes – er ist ein Egomane, der durch sein Tun, Reden und Twittern Sicherheit und Ansehen Amerikas beschädigt. Dieses Weiße Haus ist außer Kontrolle.

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