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Amerikas China-Politik : „Es war nie nur ein Handelskonflikt“

  • -Aktualisiert am

„Es war nie nur ein Handelskonflikt. Es geht hier um die Neujustierung der Weltordnung.“ Bild: dpa

Nicht nur wirtschaftliche Herausforderung, sonder auch ideologischer Rivale: Was Trump mit seiner China-Politik bezwecken will, erklärt der Direktor des Kissinger-Instituts im Interview.

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          Herr Daly, das Analysespektrum des gegenwärtigen amerikanisch-chinesischen Konflikts reicht vom Verhandlungstheater Donald Trumps bis hin zu einem neuen Kalten Krieg. Was erleben wir gerade?

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Zunächst einmal muss man wissen: Donald Trump hat sich diesen Konflikt nicht ausgesucht. Wir haben es mit historischen und strukturellen Veränderungen zu tun, bewirkt durch den Aufstieg einer Großmacht, die Amerika in vielerlei Hinsicht in den Schatten stellen könnte. Das wäre auch ohne Trump und Xi Jinping so gewesen. Beide sind nur extreme politische Führer, die das Problem verstärken. Xi durch seinen Nationalismus, seine repressive Innen- und seine aggressive Außenpolitik. Das trägt dazu bei, dass die Amerikaner und ein Großteil der Welt den Eindruck gewinnen: China ist nicht nur eine wirtschaftliche Herausforderung, sondern ein ideologischer Rivale. Hinzu kommt natürlich Trump – mit seinem extrem schroffen Stil.

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