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SPD-Kommentar : Eine Volkspartei auf Talfahrt

Glaubwürdigkeitskrise der SPD: Unter dem Vorsitz von Martin Schulz erreichte die Volkspartei nun ein Rekordtief. Bild: Reuters

Die SPD ist dabei, ihren Status als Volkspartei zu verlieren – zumindest demoskopisch. Sie erscheint als Partei, die nicht mehr weiß, wohin sie will.

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          Das wird jetzt richtig bitter. Zumindest demoskopisch ist die SPD dabei, ihren für das Gemeinwesen nicht ganz unwichtigen Status als Volkspartei zu verlieren. Im ARD-Deutschland-Trend fielen die Partei und ihr Vorsitzender Schulz auf ein neues Rekordtief.

          In Baden-Württemberg liegt die SPD gleichauf mit der AfD – bei demütigenden zwölf Prozent, also etwa bei dem Ergebnis der letzten Landtagswahl. Die Partei hat eine Glaubwürdigkeitskrise, und was für eine.

          Der ganze Zirkus um Opposition oder Fortsetzung der großen Koalition, um Parteitage und Mitgliederentscheid, um Sondierungen, Verhandlungen und Nachforderungen geht vielen Wählern ziemlich auf die Nerven, die, wenn sie es je hatten, kein Verständnis mehr haben für die Dauer der Bildung einer neuen Regierung für eines der größten Länder in der EU.

          Die SPD erscheint als Partei, die nicht weiß, wohin sie will, die gespalten ist, kein Glück mit ihrem Führungspersonal hat und bei Themen, die den Leuten nicht auf den Nägeln brennen, so tut, als hänge davon Deutschlands Zukunft ab. Geht das so weiter, könnte die Talfahrt kaum zu stoppen sein.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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