FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Nach Steinmeier-Vorstoß :
Wir brauchen die Debatte über eine Dienstpflicht

Von
Norbert Lammert
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Dienst an der Gemeinschaft: Ein junger Mann betreut als Bundesfreiwilliger in einem Seniorenheim ältere Bewohner
Dienst an der Gemeinschaft: Ein junger Mann betreut als Bundesfreiwilliger in einem Seniorenheim ältere Bewohnerdpa

Der Bundespräsident hat eine wichtige Debatte über eine „soziale Pflichtzeit“ angestoßen. Dass ihm nun von führenden Politikern sofort widersprochen wird, wird der Sache nicht gerecht. Ein Gastbeitrag.

Die Anregung des Bundespräsidenten, eine „soziale Pflichtzeit“ einzuführen, hat eine zwar nicht ganz neue, aber dennoch wichtige Debatte angestoßen. Bemerkenswert schnell und bisweilen schroff fielen die Reaktionen aus Parlament und Regierung, von Teilen der Opposition wie besonders lautstark auch von prominenten Vertretern der Koalition aus: Die Familienministerin Paus und Bildungsministerin Stark-Watzinger sowie Justizminister Buschmann, die Wehrbeauftragte Eva Högl und der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, lehnen schon den Grundgedanken kategorisch ab, bevor eine Debatte über die rechtlichen Voraussetzungen und die mögliche zeitliche wie fachliche Beschaffenheit eines solchen Dienstes überhaupt begonnen hat.

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