Kommentar : Gescheitert
Schuld am gescheiterten EU-Gipfel haben nicht nur die Briten. Alle 27 EU-Staaten sollten die Zeit bis zur Wiederaufnahme der Verhandlungen dazu nutzen, zu klären, was ihnen künftig als Union wichtig ist.
Das war ein Scheitern mit Ansage: Schon zu Beginn der Brüsseler Gipfelkonferenz über den EU-Finanzrahmen bis zum Jahr 2020 rechneten maßgebliche Akteure nicht mit einer Einigung; die Bundeskanzlerin schien eine Verlängerung der Verhandlungen im kommenden Jahr nicht gerade für eine Katastrophe zu halten. Das ist es vermutlich auch nicht - sieht man einmal von dem schlechten Eindruck ab, den es bei dem ohnehin alles andere als heiter gestimmten Publikum hinterlässt, wenn zur Staatsschuldendauerkrise jetzt auch noch eine Haushaltskrise kommt. Für alle Welt ist somit abermals ersichtlich, wie uneins die Europäer sind und wie zerrissen die Union ist.



