FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Die AfD und der Klimawandel :
Leugnen und profitieren

Klaus-Dieter Frankenberger
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Die AfD versucht, die Wähler an sich zu binden, wie den Klimawandel nicht wahrhaben wollen. Sie mit rationalen Argumenten zu erreichen, ist nicht leicht.

Während die einen das Klimapaket der Bundesregierung für (völlig) unzureichend halten, reibt sich die AfD die Hände. Sie sei die einzige Partei, die diesen „Irrsinn“ nicht mitmache, sagt ihr Vorsitzender Gauland. Nach Euro und Zuwanderung soll der Protest gegen Klimaschutzpolitik das dritte große Thema der AfD werden. Und das kann funktionieren (sieht man davon ab, dass zu Hoch-Zeiten der Euro-Kritik die Partei noch nicht am rechten Rand graste und der Zuspruch weit geringer war als heute). Schon heute treiben die Energiekosten vielen Bürgern die Zornesröte ins Gesicht – noch mehr wird auf sie zukommen. Gleichzeitig ist die Effektivität der beschlossenen Maßnahmen umstritten. Die Koalition und die sie tragenden Parteien müssen seriöse Überzeugungsarbeit leisten, damit der Klimaschutz nicht der nächste Spalter der Gesellschaft wird. Das Heraufbeschwören der Apokalypse allein wird die Zweifler nicht umstimmen. Und die Leugner des von Menschen verursachten Klimawandels in der AfD nicht zur Einsicht bringen. Allerdings: Leider sind viele Wähler für vernünftige Argumente nicht mehr zugänglich.

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