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Weiterbau der A49 : Polizei räumt Baumhäuser im Dannenröder Forst

  • Aktualisiert am

Eine vermummte Besetzerin im Herrenwald beobachtet das Geschehen. Bild: Lucas Bäuml

Erste Rodungsarbeiten für den Weiterbau der A49 bei Stadtallendorf sind am Vormittag kurzzeitig unterbrochen worden. Mittlerweile räumt die Polizei die Baumhäuser von Aktivisten.

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          Die Polizei hat mit der Räumung von Aktivisten-Baumhäusern und Plattformen begonnen, damit Rodungen für den Weiterbau der Autobahn 49 fortgesetzt werden können. Einsatzkräfte bauten am Donnerstagnachmittag im Herrenwald eine erste Plattform der Umweltschützer ab. Aktivisten harrten derweil in den Bäumen aus, einige kletterten bis in die Spitzen. Die Aktivisten protestieren gegen den Weiterbau der A49 in Mittelhessen. Bäume sollen dafür auf mehreren Hektar im Herrenwald bei Stadtallendorf sowie im nahe gelegenen Dannenröder Forst fallen. Die Polizei war am Donnerstag mit einem Großaufgebot vor Ort.

          Am Morgen war die Polizei mit einem Großaufgebot in den Herrenwald angerückt. Aus Protest dagegen hatten sich in beiden Waldstücken Aktivisten in Baumhäusern eingerichtet und Plattformen sowie Barrikaden errichtet. Nach Polizeiangaben hielten sich dort am Morgen rund 40 Aktivisten auf. Ihnen habe die Polizei ein Ultimatum gestellt, den Wald zu verlassen, sagte ein Sprecher der Polizei. Einige seien dem nachgekommen. Wie viele Aktivisten sich noch im Wald aufhielten, konnte er nicht sagen. „In letzter Konsequenz“ müsse die Polizei dort noch verbliebene Menschen herausholen. Bei der Räumung rechnet die Polizei mit einem wochenlangen Großeinsatz und massivem Widerstand der Aktivisten.

          Die A49 soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen miteinander verbinden. Umwelt- und Klimaschützer halten das Projekt für überholt, weil es einer Verkehrswende entgegenstehe. Die Befürworter erhoffen sich weniger Verkehrslärm in den umliegenden Dörfern, kürzere Wege für Pendler und eine direktere Anbindung ans Straßennetz für die Unternehmen.

          „Der Baum aus dem Dannenröder Forst steht symbolisch für die Zerstörung der Natur im Kontext veralteter Verkehrspolitik“, teilte Greenpeace mit. Für die Grünen sei der Dannenröder Forst eine Zwickmühle, sagte eine Greenpeace-Sprecherin. Sie könnten jetzt zeigen, wie grün sie noch seien, und ihre verbal bekundete Umweltliebe durch Handeln unter Beweis stellen.

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