Weltpolitik : Wir brauchen den Willen zur Selbstbehauptung

Der geopolitische Stand des Westens wird nicht leichter. Europa ringt bis heute um seine Balance. Staatskunst wird mehr denn je gebraucht. Fragt sich nur, ob sie in hinreichendem Maße vorhanden ist.
Das erste Jahrzehnt dieses Jahrhunderts war geprägt von islamistischem Terrorismus, dem Kampf dagegen sowie den direkten und mittelbaren Folgen, nicht nur im Mittleren Osten. Im zweiten reihte sich Krise an Krise: von Finanzen und Schulden über Migration bis zu dem Feuerbrand, zu dem der „Arabische Frühling“ ausartete. Russische Aggression, Populismus und Nationalismus, die Faszination für „starke Männer“ und das erste Wetterleuchten eines neuen Kalten Krieges, diesmal zwischen den Vereinigten Staaten und China, kamen hinzu. Kennzeichnend für eine „Welt im Umbruch“ war die Gleichzeitigkeit diverser Krisenphänomene. Europa ringt bis heute um seine Balance.
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