Migranten auf dem Mittelmeer :
Tote und Vermisste nach Bootsuntergang vor griechischer Insel

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Migranten im Februar 2020 auf einem Boot vor der unweit von Ikaria gelegenen Insel Lesbos
Migranten im Februar 2020 auf einem Boot vor der unweit von Ikaria gelegenen Insel Lesbosdpa

Mehr als 50 Migranten seien an Bord des Bootes gewesen, berichtet die Hafenpolizei der Insel Ikaria. Die Leichen eines Jungen und einer Frau seien gefunden worden.

Nach dem Untergang eines Boots mit mehr als 50 Migranten an Bord sind vor der griechischen Insel Ikaria die Leichen einer Frau und eines kleinen Jungen entdeckt worden. Das teilte eine Sprecherin der Hafenpolizei am Sonntag mit und erklärte weiter: „50 Migranten wurden gerettet und werden von den Behörden betreut, aber drei weitere Personen werden weiterhin vermisst“.

Eine Rettungsaktion mit einem Schiff der Küstenwache sei im Gange, erklärte die Sprecherin. Im Laufe des Tages wird demnach ein Team von Rettungskräften und Tauchern erwartet. Starke Winde erschwerten die Rettungsarbeiten, wie der staatliche Fernsehsender ERT berichtete.

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Die Insel Ikaria liegt in der Ägäis unweit der türkischen Westküste, von der aus sich Migranten auf den Weg machen, um in der EU Asyl zu suchen. Viele Menschen versuchen auch von Libyen aus die griechischen Inseln zu erreichen. Beide Routen sind gefährlich.

Anfang Dezember waren nach dem Untergang eines Boots vor der Küste Kretas 17 Leichen entdeckt worden. Weitere 15 Menschen blieben vermisst, nur zwei Menschen konnten gerettet werden.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat im vergangenen Jahr 107 Menschen gezählt, die in griechischen Gewässern ums Leben gekommen oder verschwunden sind. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit 2014 rund 33.000 Menschen bei der Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben gekommen oder gelten als vermisst.

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