Schwedens Sozialdemokraten :
Leben und sterben lassen

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Mit Schnurrbart und Bauch, aber das Herz dazwischen fehlt: Håkan Juholt
Mit Schnurrbart und Bauch, aber das Herz dazwischen fehlt: Håkan Juholtdpa

Die Sozialdemokraten in Schweden befinden sich in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Der neue Vorsitzende wandelte sich vom Hoffnungsträger zum Totengräber der Partei. Nie war ein Parteichef der Sozialdemokraten kürzer im Amt.

Es waren nur noch wenige Sätze, die Håkan Juholt zu sagen hatte. Am Samstag stellte er sich in einem Einkaufszentrum in seiner Heimatstadt Oskarshamn im Südosten von Schweden vor Journalisten und Anhänger und begann mit den Worten: "Ich bin als Sozialdemokrat geboren worden und ich werde auch als Sozialdemokrat sterben." Jubel war zu vernehmen. Dann folgte Stille, als Juholt ausführte, er habe sich nicht darum bemüht, Vorsitzender der schwedischen Sozialdemokraten zu werden, man habe ihn gebeten. Schweden brauche eine starke Sozialdemokratie, sagte er, und deshalb werde er zurücktreten. "Ich will dem Neustart nicht im Wege stehen." Buh-Rufe im Einkaufszentrum.

FAZ

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