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Jagd auf russische „Verräter“ : Mit dem Vorschlaghammer für Putin

Besucher am 4. November vor der „Wagner“-Zentrale in St. Petersburg Bild: Reuters

Ein früherer „Wagner“-Söldner, der zu den Ukrainern übergelaufen ist, wird in einem Video erschlagen. Die Ukraine muss erklären, warum sie den Mann an Russland überstellt hat.

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          Russlands Suche nach und Rache an „Verrätern“ eskaliert. Besonders radikal gehen dabei Jewgenij Prigoschins Söldner vor. Am Wochenende veröffentlichte ein Telegram-Kanal, welcher der „Wagner“-Truppe des Geschäftsmanns zugerechnet wird, ein kurzes Video und nannte es „Hammer der Rache“. Man sieht darin einen früheren Sträfling namens Jewgenij Nuschin. Er wurde 1999 wegen Mordes verurteilt und saß in einem westrussischen Straflager ein.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Im Sommer nahm Nuschin ein Angebot Prigoschins an, um mit „Wagner“ an der Front in der Ukraine zu kämpfen. Das sollen schon Tausende russische Sträflinge getan haben. Nuschin wollte nach eigener Aussage von Anfang an „auf die Seite der Ukraine überlaufen und gegen Russen kämpfen“. Das erzählte der Mittfünfziger jedenfalls ukrainischen Journalisten und Bloggern, die viel beachtete Interviews mit ihm veröffentlichten. Aus der Gefangenschaft, in die sich Nuschin Anfang September begeben haben soll.

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