FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Präsidentenwahl :
Tunesier haben kaum eine Wahl gegen das Regime

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Tunesier demonstrieren in Tunis gegen Präsident Kaïs Saïed im Vorfeld der Präsidentschaftswahl.
Tunesier demonstrieren in Tunis gegen Präsident Kaïs Saïed im Vorfeld der Präsidentschaftswahl.dpa

Tunesien galt als Hoffnungsland – doch von der Opposition ist kaum erwas übrig. Präsident Kaïs Saïed zementiert hingegen seine Macht und geht bei der Wahl am Sonntag keine Risiken ein.

Wer in diesen Tagen nach Tunesien reist, merkt nicht, dass am Sonntag Präsidentenwahl war. Man muss die wenigen Wahlplakate an den Häuserwänden von Tunis suchen. Meistens hängt dort nur ein Porträt des streng blickenden Präsidenten Kaïs Saïed – von seinen beiden Herausforderern ist keine Spur. Am Eingang eines Wahllokals in einer Schule im Zentrum von Tunis stehen mehr bewaffnete Soldaten herum als dort Wähler vorbeischauen. Für viele Tunesier war die Wahl ohnehin längst gelaufen: An einer zweiten Amtszeit für den 66 Jahre alten Saïed zweifelt kaum jemand. Die Wahl wirkt eher wie eine lästige protokollarische Pflicht in dem einstigen Hoffnungsland. In den vergangenen Wochen gab es weder TV-Duelle noch große Kundgebungen.

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Postdoctoral Researcher (m/w/d) mit Leitung des Forschungslabors
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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