Zwei Monate im Amt : Papst Leo ist kein Anti-Trump

Man merkt kaum, dass der neue Papst Amerikaner ist. Die Grundrichtung seines Vorgängers behält er, geht aber anders an die Sache heran. Für die deutschen Katholiken ist sein Pontifikat eine ungewohnte Erfahrung.
So viel lässt sich nach den ersten zwei Monaten des Pontifikats von Papst Leo XIV. schon sagen: Was an seiner Wahl am bemerkenswertesten war, macht sich bisher in seiner Amtsführung so gut wie nicht bemerkbar: dass er Amerikaner ist. Ein Beobachter, der nur die vergangenen Wochen verfolgt hat, würde vermutlich den Kopf schütteln über die Bedenken, die bis vor Kurzem einen Papst aus den Vereinigten Staaten noch nahezu unvorstellbar erschienen ließen. Tatsächlich ist es nun kaum mehr als die im Vergleich zu Franziskus weniger blumige Ausdrucksweise, die Leos Herkunft verrät.
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