Wasserkrise in Iran : Der Traum vom Sturz der Mullahs

Früher war der Fluss Zayandeh die Seele der Stadt Isfahan. Heute ist er ausgetrocknet. Und die Menschen klagen das Regime an.
Je weiter man von Isfahan flussabwärts fährt, desto ärmer werden die Dörfer und desto wütender werden die Bauern. Rund 40 Kilometer südöstlich der drittgrößten Stadt Irans steht Hussein am leeren Flussbett des Zayandeh und sagt Sätze wie „Die Mullahs sollen gehen“ und „Der Letzte, der etwas für uns getan hat, war der Shah“. Auf dem ausgedorrten Boden unter seinen Füßen hat er früher Gerste, Futtermais und Reis angebaut. „Den Reisduft konnte man von Weitem riechen“, schwärmt Hussein, ein Mann um die 50 mit Schnauzer, Jeanshemd und Turnschuhen. Heute arbeitet er als Nachtwächter in einer Zementfabrik. Auf seinen Feldern wächst nichts mehr.
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