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Die Zukunft Europas : Angriff und Verteidigung

  • -Aktualisiert am

Eine Person demonstriert mit der europäischen Flagge vor dem britischen Parlament in London. Bild: AFP

Im neuen Jahr werden in Europa die Karten neu gemischt. Nicht nur wegen des anstehenden Brexits. Es geht um viel – vielleicht um alles. Ein Kommentar.

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          In drei Monaten wird ein neues Kapitel in der Geschichte der europäischen Einigung aufgeschlagen: Erstmals wird ein Mitglied die Europäische Union verlassen: das Vereinigte Königreich. Bisher war die Union ausschließlich auf Zuwachs eingestellt, selbst wenn sich in den vergangenen Jahren bei vielen Altmitgliedern unter dem Eindruck wachsender Divergenzen und politischer Spannungen eine große Erweiterungsmüdigkeit ausgebreitet hat. Dass aber ein Land ihr den Rücken kehrt, noch dazu ein großes, ist eine neue, eine schmerzliche Erfahrung für die Union und ihre Mitglieder, welche sich die meisten gerne erspart hätten.

          Selbst wenn die Modalitäten des Austritts noch immer im Nebel des Londoner Politchaos liegen, sollte man nicht darauf hoffen, dass Briten und Nordiren es sich noch einmal überlegen. Wenn auch unterschiedlich stark, so werden die Folgen des Austritts alle zu spüren bekommen. Es ist ein tiefer Einschnitt – und bedeutet die Zurückweisung der Idee von der immer engeren Union der Völker Europas durch die Mehrheit der Wähler eines Landes, das notorisch mit der EU fremdelte.

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