FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Biden und Putin :
Keine kalten Krieger

Klaus-Dieter Frankenberger
Ein Kommentar von
Lesezeit:
Biden und Putin während des Treffens in Genf
Biden und Putin während des Treffens in GenfEPA

Der Ertrag der Zusammenkunft der beiden Präsidenten ist überschaubar. Darüber muss man aber nicht enttäuscht sein. Die Normalisierung des diplomatischen Betriebs ist ein wichtiger Anfang.

Joe Biden und Wladimir Putin haben sich in Genf getroffen und sich die Hand gegeben – was prompt zu übersteigerten Decodierungsversuchen führte. Sie haben über kontroverse Themen und über Verhalten gesprochen, das wechselseitig als missliebig bis feindselig empfunden wird. Sie sind nicht wütend auseinandergegangen, sondern mutmaßlich in der Absicht, das schlechte bilaterale Verhältnis nicht in den Dauerfrost zu schicken, sondern es auf eine berechenbare Basis zurückzuführen. Putin, so hat es Biden nach dem Ende der Unterredung gesagt, habe kein Interesse an einem neuen kalten Krieg. Das wäre, so muss man ergänzen, nicht schlecht; die Hebel dafür freilich hält in erster Linie der Machthaber im Kreml in der Hand: die Aggression gegenüber der Ukraine, die Repression der russischen Opposition, die Unterstützung autoritär-diktatorischer Regime, die Hackerangriffe gegen westliche Infrastruktur und politische Institutionen.
FAZ+

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

  • Mit einem Klick online kündbar

Das Beste von FAZ+