Angehörige von Hamas-Geisel : „Ich war neidisch auf die Mütter, die ihre Kinder umarmen konnten“

Die Wiedersehensbilder mit freigelassenen Geiseln sind für Herut Nimrodi schwer zu ertragen. Auch ihr Sohn wurde von der Hamas entführt. Aber sie weiß nicht einmal, ob er noch lebt. Wie hält die Familie das aus?
Die Formulierungen, die Herut Nimrodi benutzt, wenn sie über ihren Sohn Tamir spricht, lassen erahnen, in welcher furchtbaren Situation sie sich befindet. „Er sollte jetzt 20 sein“, sagt die Israelin etwa auf die Frage nach seinem Alter. Tamir Nimrodi befindet sich seit mehr als 500 Tagen als Geisel im Gazastreifen. Aber ob er überhaupt noch am Leben ist oder ob die Hamas nur noch seinen toten Körper als Faustpfand verwahrt, weiß die Familie nicht. Tamir Nimrodi ist eine der wenigen Geiseln, über deren Verbleib es bis heute keine Informationen gibt.
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