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Baku : Schweden gewinnt den Eurovision Song Contest

  • Aktualisiert am

„Euphoria“ für Schweden: Loreen hat das Land zum Sieg geführt Bild: dapd

Im nächsten Jahr zieht der ESC-Zirkus nach Stockholm: Die schwedische Sängerin Loreen hat den Song Contest in Baku gewonnen. Roman Lob aus Deutschland landete auf dem 8. Platz. Anke Engelke sorgt mit einem politischen Kommentar für Aufsehen.

          Schweden hat den 57. Eurovision Song Contest in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku gewonnen. Mit ihrem mystischen Popsong „Euphoria“ setzte sich die Sängerin Loreen eindeutig durch. Der deutsche Sänger Roman Lob (21) kam mit seinem Lied „Standing Still“ auf Platz acht. Russland landete mit seiner Oma-Gruppe Buranowskije Babuschki und dem Feiersong „Party for Everybody“ auf Platz zwei; Serbien belegte Rang drei.

          Für Schweden ist es der fünfte Sieg in der Grand-Prix-Geschichte. Zuletzt gewann das Land 1999. Auch der berühmteste Sieg der Eurovisions-Geschichte war schwedisch: Abba gewann 1974 mit „Waterloo“. Mit dem Sieg ist kein Geld, sondern nur eine eher Glas-Trophäe in Form eines Mikrofons verbunden.

          Um den Musikwettbewerb in der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan im Südkaukasus gab es im Vorfeld heftige Diskussionen. Die Regierung des Landes steht wegen ihres Umgangs mit Oppositionellen in der Kritik. Bis zum Tag des Finales kam es zu Protesten, die die Führung mit Polizeigewalt unterband.

          Während der Show, die der gigantischen Gala in Düsseldorf im vergangenen Jahr kaum nachstand (und auch von denselben Leuten der deutschen Firma Brainpool produziert wurde), gab es keine politischen Aktionen oder Äußerungen der Künstler – dies verbieten die Regeln der Europäischen Rundfunkunion EBU, die den Wettbewerb veranstaltet. Ungeachtet dessen verkündete Anke Engelke neben der deutschen Länderwertung auch eine politische Botschaft: „Es ist gut, abzustimmen, es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf eurer Reise, Aserbaidschan. Europa schaut auf euch.“

          Geschätzte 120 Millionen Fernsehzuschauer in ganz Europa verfolgten die pompöse Musikshow aus der von Deutschen gebauten Crystal Hall am Kaspischen Meer. Der 58. Eurovision Song Contest 2013 wird in Schweden über die Bühne gehen. Als Termin für das Finale gab die European Broadcasting Union (EBU) bereits den 18. Mai bekannt, die Halbfinals finden am 14. und 16. Mai statt.

          Der FAZ.NET-Liveticker vom Finale zum Nachlesen

          00.20 Schweden hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Sängerin Loreen führt ihren Siegersong „Euphoria“ vor. Platz zwei ging an die Omas aus Russland, Serbien belegt den dritten Platz, gefolgt von Albanien und Aserbaidschan. Roman Lob erreichte für Deutschland den achten Platz, Norwegen erhielt nur wenige Punkte und belegt den letzten Platz. Anke Engelke leistete sich als einzige Stimmverkünderin einen politischen Kommentar an Aserbaidschan: „Es ist gut, abzustimmen, es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf eurer Reise, Aserbaidschan. Europa schaut auf euch.“

          23.30 Die Ergebnisse werden verkündet. Schweden liegt vorn; Großbritannien, Norwegen und Dänemark hinten.

          23:15 Auftritt des Schwiegersohns vom aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew: Emin Agalarov ist ein Star in Aserbaidschan und Russland.

          23:00 Jetzt läuft das Voting, 15 Minuten sind die Leitungen geöffnet. Die Telefonstimmen zählen 50 Prozent, die andere Hälfte kommt von der Jury.

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          22:56 Letzter Beitrag: Pasha Parfeny, der für die Republik Moldau antritt, ist Edward Norton wie aus dem Gesicht geschnitten. Mit seiner Kosakenuniform und Trompete geht er auf Mädchenfang.

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