Wie Pegida Dresden schadet : Wo Fremdenhass herrscht, will niemand studieren

„Wir treiben die Politik vor uns her!“, johlen die Pegida-Marschierer. Mit ihrem Hass verjagen sie Ausländer aus Dresden. Die Universität und das Max-Planck-Institut spüren die Folgen.
Eine Frau verkauft einem japanischen Touristen auf dem Weihnachtsmarkt ein Lebkuchenherz. Vierhundert Meter entfernt auf dem Theaterplatz brüllen sie: „Wir wollen keine Asylantenheime.“ Ein normaler Adventsmontag in Dresden. Zwischen Semperoper, Gemäldegalerie und Hofkirche stehen etwa dreitausend Pegida-Demonstranten im Nieselregen. Sie tragen Fahnen, Regenschirme, Baseballkappen, alles in Schwarz-Rot-Gold. Es sind mehr Männer als Frauen, mehr Alte als Junge. Dann gehen sie los. Eine halbe Stunde drehen sie eine Runde durch die Dresdener Innenstadt. Die meiste Zeit marschieren sie ruhig, Paare unterhalten sich, Freunde erzählen sich von ihrem Wochenende. Immer wieder ruft eine Stimme an der Spitze des Zuges: „Merkel muss weg“, „Widerstand“ oder „Lügenpresse“. Wie eine Welle geht der Ruf von vorne nach hinten durch die Menge.





