Wie Pegida Dresden schadet :
Wo Fremdenhass herrscht, will niemand studieren

Lesezeit:
Bedrohlich: Auf einen Spaziergang mit einem Gastprofessor, der nicht europäisch aussieht, sollte man montags in Dresden verzichten.
Bedrohlich: Auf einen Spaziergang mit einem Gastprofessor, der nicht europäisch aussieht, sollte man montags in Dresden verzichten.dpa

„Wir treiben die Politik vor uns her!“, johlen die Pegida-Marschierer. Mit ihrem Hass verjagen sie Ausländer aus Dresden. Die Universität und das Max-Planck-Institut spüren die Folgen.

Eine Frau verkauft einem japanischen Touristen auf dem Weihnachtsmarkt ein Lebkuchenherz. Vierhundert Meter entfernt auf dem Theaterplatz brüllen sie: „Wir wollen keine Asylantenheime.“ Ein normaler Adventsmontag in Dresden. Zwischen Semperoper, Gemäldegalerie und Hofkirche stehen etwa dreitausend Pegida-Demonstranten im Nieselregen. Sie tragen Fahnen, Regenschirme, Baseballkappen, alles in Schwarz-Rot-Gold. Es sind mehr Männer als Frauen, mehr Alte als Junge. Dann gehen sie los. Eine halbe Stunde drehen sie eine Runde durch die Dresdener Innenstadt. Die meiste Zeit marschieren sie ruhig, Paare unterhalten sich, Freunde erzählen sich von ihrem Wochenende. Immer wieder ruft eine Stimme an der Spitze des Zuges: „Merkel muss weg“, „Widerstand“ oder „Lügenpresse“. Wie eine Welle geht der Ruf von vorne nach hinten durch die Menge.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Empfehlungen
Was wird aus Israels Demokratie nach den gestrigen Wahlen? Fahnen vor der Knesset, dem Parlamentsgebäude in Jerusalem
FAZ+Nach den Wahlen in Israel:
Dunkle Zeiten

In einer wirklich liberalen Demokratie hätten wir nicht erst jetzt gewählt. Das Ergebnis der israelischen Abstimmung lässt für die Zukunft meines Heimatlandes nichts Gutes erwarten.

Jakob Hessing
Der Blick des Kindes sprengt den Bildrahmen: Lovis Corinth, „Wilhelmine mit Ball“, 1915
Maler Lovis Corinth:
Berlin war sein Glück

Er sah sich als „kaiserlichen Deutschen“, malte expressionistisch und altmeisterlich zugleich und galt den Nationalsozialisten als entartet: Die Berlinische Galerie zeigt das faszinierende Spätwerk von Lovis Corinth.

Andreas Kilb
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Geschäftsführer (m/w/d)
Berufsbildungswerk Stendal gGmbH über Rochus Mummert Healthcare Consulting GmbH
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Corporate F&B Director (m/w/d)
AIDA Cruises - German Branch of Costa Crociere S.p.A.
Zum Stellenmarkt