Talkshow-Kritik „Anne Will“ :
Der größtmögliche Populismus

Von
Frank Lübberding
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Bei Anne Will wurde in der aktuellen Sendung um „Klimaschutz und Kohleausstieg“ debattiert.
Bei Anne Will wurde in der aktuellen Sendung um „Klimaschutz und Kohleausstieg“ debattiert.NDR/Wolfgang Borrs

Die Grünen sprechen im Namen der Menschheit, eine Umweltaktivistin glaubt an die Lösung, und ein klassischer Energieversorger stellt die richtigen Fragen: Bei Anne Will ging es um Klimaschutz und Kohleausstieg.

Die Grünen hatten bei der letzten Bundestagswahl ein passables Ergebnis. Genau 4.158.400 Bürger gaben der Partei ihre Stimme. Damit ist sie ein wichtiger Faktor in der deutschen Politik, aber sie repräsentiert damit lediglich diese Wähler im deutschen Bundestag. Die Partei käme sicherlich nicht auf die Idee, „die Deutschen“ zu vertreten. Deren überwältigende Mehrheit hat sie schließlich nicht gewählt. Umso kurioser ist die Vorstellung, gleich für die Menschheit sprechen zu wollen. Diesen Anspruch formulierte der Vorsitzende ihrer Bundestagsfraktion. Laut Anton Hofreiter glaube kein Mensch, dass „die Menschheit die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen mitmachen“ werde. Das Thema war „Klimaschutz und Kohleausstieg – werden die Milliarden richtig investiert?“ Es ging um den Betrieb der letzten deutschen Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2038.

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