TV-Kritik: Caren Miosga : Spahn übt Spagat, und Merz schaut wahrscheinlich zu

Bei Caren Miosga geht es um steigende Preise und schlechte Stimmung im Land. Jens Spahn bleibt erwartungsgemäß wolkig, wenn es um Steuererhöhungen geht – aber er tut das auf bewundernswerte Weise.
Vermutlich gibt es so viele unterschiedliche Erwartungen an eine Talkshow, wie es Zuschauer gibt. Nehmen wir einmal an, dass Friedrich Merz am Sonntagabend „Caren Miosga“ angeschaltet hat. Dann dürften wir wohl unterstellen, dass der Bundeskanzler das nicht tat, weil er sich Antworten auf die Leitfrage der Sendung erhofft hätte. „Hohe Preise, wenig Zuversicht – wie findet Deutschland aus der Krise?“ lautete die, und wir dürfen weiter annehmen, dass Merz die Antwort kennt oder zumindest zu kennen glaubt, und auch, dass er sich jedenfalls von einer Talkshow keine substanziellen neuen Kenntnisse erwartet.





