TV-Kritik: Günther Jauch : Ganz viele Bausteine des Miteinanders

Ob man Putin „noch stoppen“ kann, wusste die Runde bei „Günther Jauch“ nicht. Aber reden soll der Westen mit ihm. Ob das reicht?
In einem kantigen Artikel für die „Internationale Politik“, die Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik“, stieß der Berliner Historiker Heinrich August Winkler unlängst die „Putin-Versteher“ der Talkshowrepublik mit der Stirn auf einen unangenehmen Gedanken. Sie bewegten sich in den Fußstapfen der demokratiefeindlichen Intellektuellen der Zwischenkriegsjahre, ohne es zu merken – ihre Rechtfertigungsbemühungen ließen Putin zum „Schirmherr der reaktionären Kräfte in Europa“ werden, sie beförderten die „Rückkehr des völkischen Nationalismus“ und setzten den Zusammenhalt der Europäischen Union und der NATO aufs Spiel: „Sein Projekt einer Eurasischen Union ist ein Ausdruck von Neoimperialismus.“





