Film „Wir beide“ : Kino der Chimären

Filippo Meneghetti hat mit „Wir beide“ einen Film gedreht, wie es noch keinen gab. Trotzdem ist alles unheimlich vertraut. Und Barbara Sukowa spielt die Rolle ihres Lebens.
Deux“ heißt dieser Film im französischen Original – einfach nur „Zwei“. Die aber ein Paar sind, nach außen hin jedoch getrennt leben, in zwei gegenüberliegenden Apartments im Obergeschoss eines unspektakulären Wohnhauses. Zwei Frauen, schon jenseits jener Jahre, die man sich als die besten schönredet. Die eine, Madeleine, Französin, ist hier mit ihrem Mann eingezogen und nach dessen Tod dageblieben. Die andere, Nina, eine Deutsche, ist hergekommen, weil Madeleine schon da war. Kennengelernt aber haben sie sich in Rom, vor mehr als zwanzig Jahren, und jetzt wollen sie wieder dorthin, weit weg von Frankreich, in eine gemeinsame Wohnung, um endlich ihre Liebe auch vorleben zu können. Dafür sollen die Apartments verkauft werden, aber das bedeutet, dass Madeleines längst erwachsene Kinder erfahren werden, wie es am Ende um die Ehe der Eltern stand. Noch glauben sie, dass die Treue zu ihrem toten Mann Madeleine an diese Wohnung fesselt.





