Lars von Triers „Antichrist“ : Zensur auf Raten

Kein Visum für „Antichrist“: Eine fundamentalistische katholische Gruppe geht gegen Filme vor, Richter finden Formfehler, und das Kultusministerium gibt frei, was nicht mit dem Islam zu tun hat.
In Frankreich braucht jeder Film ein Visum: Ohne diese Bewilligung zu seiner Verwertung darf er weder öffentlich gezeigt noch als DVD vertrieben werden. Seit den Attentaten in Paris drehen sich die Debatten bezüglich einer Zensur vor allem um Filme, die sich mit dem Islam und dem Terrorismus befassen. Gewalt darf nicht verherrlicht, die Muslime sollen nicht provoziert werden. Die Dokumentation „Salafisten“ wurde vom Kulturministerium für Zuschauer unter 18 Jahren verboten, in gerade mal vier Kinos ist sie gegenwärtig zu sehen – ein schlechter Kompromiss zwischen Verbot und Propaganda.





