Rainer Fetting in Berlin : Die Mauer im Auge
Gemalter Sound einer Stadt: Rainer Fetting versteht es, seine Bilder in Soundmaschinen zu verwandeln. Eine Werkschau in der Berlinischen Galerie zeigt ihn als malerischen Chronisten der Berliner Mauer.
Rainer Fetting ist ein Maler, der die Kunst beherrscht, seine Bilder zu Soundmaschinen zu machen. Es ist eine dichte, vibrierende Energie, die von diesen Gemälden, Gouachen und Zeichnungen an den Wänden abstrahlt, ein Kraftfeld, das sich synästhetisch aufbaut, weil die Farben als Erfahrungen von Tönen, von harter Musik oder vom nie abreißenden Lärm der Großstadt auftrumpfen und die Körper und Formen zu wildem Tanz und exaltierter Bewegung zusammenschießen. „Drummer und Gitarrist“ heißt in der Ausstellung eine Werkgruppe von Großformaten aus den siebziger Jahren. Die Atmosphäre des Punk, wie sie in den Berliner oder New Yorker Clubs der siebziger und achtziger Jahre zu erleben war, ist hier verdichtet zu schreienden Zeichen, die dem Betrachter in den Ohren gellen, über all die Zeit hinweg.





