Brief aus Istanbul :
Hinter dem Rücken des Präsidenten seid ihr sicher

Von
Bülent Mumay
Lesezeit:
Schulterschluss: Recep Tayyip Erdogan bei einem Parteitag in Ankara
Schulterschluss: Recep Tayyip Erdogan bei einem Parteitag in AnkaraAFP

Dies ist die neue Türkei: Kriminelle Unternehmer müssen nur Erdogan unterstützen, um mit allem davonzukommen. Zum Beispiel Galip Öztürk, der Inhaber des größten Busunternehmens der Türkei.

Wer sich für die Türkei interessiert, weiß, dass Erdogan seit seinem Regierungsantritt 2002 Schritt für Schritt seine Macht ausgebaut hat, um seine Agenda umzusetzen. Die Demokratie, die er als „Straßenbahn“ bezeichnete, benutzte er als Vehikel. Mal zwinkerte er der EU zu, mal koalierte er mit Sekten. Um sein Ziel zu erreichen, war er bereit, sich noch mit seinem ärgsten Gegner zu verbünden. Bei alledem gab es aber immer auch Kreise, die auf Distanz zu ihm blieben und seine geheime Agenda aufdeckten. Ein Journalist von der Liste der Verdächtigen hatte besonderes Pech und musste einen besonders hohen Preis bezahlen: Ahmet Sik.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Empfehlungen
Der Finanzskandal ist für Erdoğan schwer zu handhaben. Komplett verschleiern lässt sich das Geschehen nicht.
Brief aus Istanbul:
Erdoğans schwierige Entscheidung

Die Fondsaffäre stürzt die türkische Regierung in die Krise. Viele Menschen haben ihr Vermögen verloren. Das Regime will nicht als Versager dastehen. Was passiert also? Wer das Thema aufgreift, wird verfolgt.

Bülent Mumay
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Mitarbeiter Dispatching / Service Desk (w/m/d)
Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Bauingenieur*in im Brückenbau (m/w/d)
Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW)
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt