FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Skandal in der Russisch Orthodoxen Kirche :
Der coole Maserati im Luxuskloster

Von
Reinhard Flogaus
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Erfolgreicher Diplomat: Metropolit Hilarion holt in Bari die Reliquien des Heiligen Nikolaus für ein Gastspiel in Moskau ab.
Erfolgreicher Diplomat: Metropolit Hilarion holt in Bari die Reliquien des Heiligen Nikolaus für ein Gastspiel in Moskau ab.Picture Alliance

Absturz eines Kirchenfürsten: Der russische Metropolit Hilarion näherte sich einem jungen Assistenten, der ihn dann beraubte und erpresste. Nun wurde der hohe Geistliche von seinen Bischofsämtern suspendiert.

Die Russische Orthodoxe Kirche (ROK) wird derzeit von einem hochbrisanten Skandal erschüttert. Im Zentrum steht nicht irgendein Priester oder Bischof, sondern Metropolit Hilarion (Alfejew), ehemals Vorsitzender der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen der ROK und als solcher für mehr als ein Jahrzehnt nach dem Patriarchen der zweitmächtigste Hierarch der ROK. Als Hilarion Anfang Juni 2022 ohne Begründung aus diesem Amt entlassen und in das unbedeutende ungarische Bistum nach Budapest versetzt wurde, galt er manchen als Opfer und als Märtyrer, den man wegen seiner angeblichen Anti-Kriegs-Haltung ins „Exil“ geschickt habe. Dass Hilarion im Unterschied zu Patriarch Kirill den russischen Angriff auf die Ukraine nicht öffentlich unterstützte, interpretierten seine Apologeten als implizite Distanzierung von seinem ehemaligen Mentor Kirill, der seit März 2022 unermüdlich Russlands Krieg gegen die Ukraine historisch und theologisch zu legitimieren sucht.

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