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Singapurs schlechtes Image : Nur keine Angst vor dem Musterstaat

  • -Aktualisiert am

Nicht kleckern, klotzen: Der Stadtstaat Singapur versteht sich auch aufs Feiern. Bild: dpa

Eine Oase der Sicherheit, des Fortschritts und des Wohlstands: Warum wird Singapur im Westen trotz vieler positiver Seiten so negativ betrachtet?

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          Es ist verblüffend, wie häufig in der Brexit-Debatte Singapur als Schreckgespenst an die Wand gemalt worden ist. Ob nun der Filmstar Hugh Grant verkündete, er wolle nicht, dass seine Kinder „in einem Singapur an der Themse aufwachsen“, Bundeskanzlerin Merkel vor einem „Singapur vor der Haustür der EU“ warnte oder der britische „Spectator“ nach den Unterhauswahlen wusste: „Wir steuern auf einen Brexit à la Singapur zu.“

          Sofern mit „Singapur“ mehr als „ein Land mit niedrigen Steuersätzen für internationale Unternehmen“ gemeint sein soll – und dann könnte man ja auch einfach „Irland“ sagen –, kann Entwarnung gegeben werden: Nur in seinen kühnsten Träumen könnte Großbritannien ein neues Singapur werden. Was die Sorgen von Grant um seinen Nachwuchs betrifft: Der südostasiatische Stadtstaat rangiert nicht nur regelmäßig auf Platz eins oder zwei der jährlichen Pisa-Studien, er wird auch immer wieder an die Spitze der lebenswertesten Städte Asiens gewählt. Anders als in London stechen in Singapur nicht alle paar Tage jugendliche Drogendealer Altersgenossen zu Tode. Und selbst von erfolgreichen Terroranschlägen hat man seit Jahrzehnten nichts mehr gehört.

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