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Katholische Kirche : „Gott hat auch Homosexuelle geschaffen“

Der Jesuitenpater Klaus Mertes in der Kirche St. Canisius, Berlin-Charlottenburg Bild: Jens Gyarmaty

Zwölf Jahre nach der Enthüllung des Missbrauchs-Skandals am Canisius-Kolleg in Berlin hat die katholische Kirche ihre Glaubwürdigkeit nicht zurückgewonnen: Ein Gespräch mit Pater Klaus Mertes SJ, dem Zeugen der ersten Stunde.

          12 Min.

          Pater Mertes, seit Sie 2010 den langjährigen sexuellen Missbrauch am Canisius-Kolleg in Berlin öffentlich gemacht haben, ist unendlich viel darüber berichtet worden, und Ihr eigenes Leben lässt sich gewiss in ein Vorher und ein Nachher einteilen. Was war in diesen zwölf Jahren Ihre größte Enttäuschung?

          Paul Ingendaay
          Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin.

          Es gab zwei. Einmal, dass mir von den Verantwortlichen der Kirche kein Vertrauen entgegengebracht wurde. Ich wurde zum Nestbeschmutzer. Der Ausdruck kam auch von Bischöfen, auch von solchen, die am Ende selbst Schmutz zu verbergen hatten, wie mir Jahre später klar wurde.

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