Mensch und Technologie : Die glänzende und düstere Zukunft der Gefühle

Unsere emotionale Subjektivität ist der Motor des Technokapitalismus. Das hat Folgen für unsere Gefühle. Eine Veranschaulichung mit Beispielen aus dem Internet.
Wie jedes Jahr seit 1927 kürte auch 2006 das Nachrichtenmagazin „Time“ seine „Person des Jahres“. Fällt diese Wahl gewöhnlich auf Staatsoberhäupter, Wissenschaftler oder Filmstars, so zeigte die Titelseite diesmal einen leeren Computerbildschirm mit der Aufschrift „You“. Darunter stand folgende Bildunterschrift: „Ja, du. Du kontrollierst das Informationszeitalter. Willkommen in deiner Welt.“ Die Zeitschrift wollte damit den Millionen von Menschen Tribut zollen, die anonym nutzergenerierte Inhalte zu Websites wie Youtube, Facebook, Wikipedia und anderen beitragen, ohne dass ihnen dies vergolten würde. Vielleicht lag darin auch eine Anerkennung der Tatsache, dass dieses „Du“ in den Mittelpunkt von Technologie und Wirtschaft gerückt war: des Technokapitalismus.
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