NSU-Prozess : Der Preis der Gerechtigkeit

438 Verhandlungstage, Kosten von gut 65 Millionen Euro: Das NSU-Verfahren ist zu einem Mammutprozess geworden. Doch Steuergelder sind nicht grenzenlos verfügbar – und der Ressourcenmangel macht sich bei anderen Prozessen deutlich bemerkbar.
Am 11. Juli wird das Urteil gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Carsten S., André E. und Holger G. fallen. Der erste von insgesamt 438 Verhandlungstagen im NSU-Verfahren wird dann fünf Jahre, zwei Monate und fünf Tage zurückliegen, und der Prozess wird Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursacht haben. Da wären zunächst die Gebührenforderungen der Anwälte, die sich bis zum 4. Mai dieses Jahres auf gut 23 Millionen Euro beliefen. Der Umbau des Sitzungssaals – der sich freilich auch in anderen Prozessen bezahlt macht – schlug mit gut einer Million zu Buche; weitere 1,2 Millionen wurden unter anderem für technisches, medizinisches und Sicherheitspersonal fällig.





