Kommentar :
Das Erbe der Oktoberrevolution

Reinhard Veser
Ein Kommentar von
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Denkmal für den sowjetischen Revolutionsführer und Staatsgründer Lenin in St. Petersburg.
Denkmal für den sowjetischen Revolutionsführer und Staatsgründer Lenin in St. Petersburg.dpa

Von dem Versprechen des Kommunismus bleibt die Erinnerung an eine Diktatur. Doch die Sowjetunion hat heute noch ein gefährliches Nachleben – nicht ideologisch, sondern politisch.

In der an Kontrasten und Widersprüchen überaus reichen Geschichte Russlands war die erste Zeit nach der Oktoberrevolution die vielleicht in sich widersprüchlichste Periode. Der kommunistische Umsturz im Herbst 1917 setzte riesige intellektuelle und kreative Energien frei: Literatur, bildende Kunst und Theater erfuhren einen explosionsartigen Modernisierungsschub, der weit über Russland und die damalige Zeit hinaus große Wirkung hatte. Quellen aus jenen Jahren bezeugen, dass sich damals viele junge Russen mit Enthusiasmus dem Aufbau einer neuen Gesellschaft verschrieben.

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