China und der NSA-Skandal :
Der deutsche Affe hüpft auf und nieder

Von
Mark Siemons
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Nach seiner Ausreise im Juni war Edward Snowden in China kein Thema mehr. Die jüngsten Enthüllungen haben den Whistleblower wieder in die chinesischen Medien gebracht
Nach seiner Ausreise im Juni war Edward Snowden in China kein Thema mehr. Die jüngsten Enthüllungen haben den Whistleblower wieder in die chinesischen Medien gebrachtAP

China nutzt den NSA-Skandal, um über eine Zukunft ohne amerikanische Hegemonie zu spekulieren und den Vereinigten Staaten gute Ratschläge in Fragen der Menschenrechte zu erteilen. Über Berlins Politik aber wundert man sich nur.

In den vergangenen Wochen probierte Xinhua, immerhin die amtliche Nachrichtenagentur Chinas, in mehreren aufsehenerregenden Artikeln aus, wie die kommunikative Situation in einer neuen Weltordnung - nach vollendetem Autoritätsverlust der Vereinigten Staaten also - aussehen würde. Das liest sich dann so: „Man geht durch eine belebte Straße in Paris oder Berlin oder im Grunde überall auf der Welt, und man will seine Freunde oder seine Familie anrufen, und man kann nicht anders, als sich zu fragen, ob die NSA mithören wird.“

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