Aus Norwegen in den Dschihad : Backen für den Heiligen Krieg

Die eine wollte Diplomatin werden, die andere Anwältin. Dann wurden sie beide Islamistinnen. Åsne Seierstads Buch rekonstruiert den Weg zweier junger Mädchen aus Norwegen nach Raqqa.
Als der sogenannte Islamische Staat vor gut einer Woche seine inoffizielle Hauptstadt Raqqa verloren hatte, ging ein Foto um die Welt, das die syrische Kurdin Rojda Felat in Uniform und glücklich lachend inmitten zerbombter Häuser zeigte. Die Kommandantin hatte die Militäroffensive auf Raqqa angeführt. Dass der IS ausgerechnet von einer Frau aus der Stadt vertrieben worden ist, dürften die Dschihadisten als besondere Demütigung empfunden haben. In ihrer Weltsicht haben Frauen einzig dem Ehemann zu dienen und neue Glaubenskrieger zu gebären.





