Jahrestage der Weltwirtschaft : Vor 170 Jahren erlaubt ein US-Gesetz die Annexion von Inseln

Grönland ist nicht die erste Insel, die die Vereinigten Staaten für sich beanspruchen. Seit 1856 erlaubt ein Gesetz den USA, Inseln unter bestimmten Umständen zum eigenen Staatsgebiet zu erklären. Das Gesetz gilt bis heute.
Der amerikanische Guano Islands Act besagt, dass eine Insel, auf der es eine bestimmte Sorte von phosphorhaltigen Vogelexkrementen (Guano) gibt, zum Staatsgebiet der Vereinigten Staaten gehört, wenn sie von einem US-Bürger entdeckt und in Besitz genommen wird. Als Voraussetzung gilt, dass die Insel nicht zum Staatsgebiet einer anderen Nation gehört und nicht bewohnt ist. Der Kongress der Vereinigten Staaten beschließt das Gesetz am 18. August 1856. Der Griff nach Grönland wird davon nicht gedeckt, da die Insel weder unbewohnt noch herrenlos war oder ist, sondern seit mehr als 300 Jahren unter dänischer Hoheit steht.
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