Schwirz verlässt Fujitsu
Unglücklicher kann der Zeitpunkt für den Rücktritt von Rolf Schwirz als Vorstandsvorsitzender der Fujitsu Technology Solutions (FTS) nicht sein.
Unglücklicher kann der Zeitpunkt für den Rücktritt von Rolf Schwirz als Vorstandsvorsitzender der Fujitsu Technology Solutions (FTS) nicht sein. Eine Woche vor der wichtigen Hausmesse des zum japanischen Fujitsu-Konzern gehörenden größten europäischen Computerherstellers ist der Manager ausgeschieden, nach nur zwei Jahren. Das gab FTS am Mittwochabend bekannt. Auf dem Fujitsu-Forum auf dem Münchner Messegelände wird nun der Übergangschef Rod Vawdrey die Neuheiten vorstellen. Er ist seit April 2011 Präsident für alle Aktivitäten außerhalb Japans (Global Business) und Corporate Senior Vice President von Fujitsu Ltd. in London. Schwirz habe sich schon länger mit Abwanderungsgedanken getragen, ist zu hören. Nun soll er offenbar eine attraktivere Aufgabe in der IT-Industrie gefunden haben. Der Betriebswirt trat, von Oracle kommend, erst im Oktober 2010 beim für Europa zuständigen Anbieter von Personal Computern, Tablets, Laptops, Speichern und Rechnern ein. Er folgte Kai Flore, der damals wegen unterschiedlicher Auffassungen gehen musste. Der frühere Siemens-Nixdorf-Manager Schwirz, der auch bei SAP war, soll aber anders als Flore nicht im Unfrieden gegangen sein. Der Zeitpunkt mag angesichts der bevorstehenden Hausmesse unglücklich sein. Doch soll er es für ehrlicher gehalten haben, den anwesenden Analysten, Kunden und auch der Presse nichts vorzuspielen. Ausschließlich von Harmonie müssen die Umstände aber auch nicht geprägt sein. Fujitsu Technology macht 4,4 Milliarden Euro Jahresumsatz.





