Primark und der Tod
Es sind die finsteren Schattenseiten der Globalisierung: In Frankfurt und Berlin drängen sich die Schnäppchenjäger in den Filialen von Primark, um T-Shirts für
Es sind die finsteren Schattenseiten der Globalisierung: In Frankfurt und Berlin drängen sich die Schnäppchenjäger in den Filialen von Primark, um T-Shirts für 2,50 Euro zu kaufen. Am anderen Ende der Welt, in den Textilfabriken von Bangladesch, sterben für Ultra-Niedrigpreise Menschen. Primark ist einer der erfolgreichsten Modehändler Europas. Das zeigt: Je weiter die räumliche Distanz zwischen Kunden und Fabriken, umso größer ist das Desinteresse an den haarsträubenden Bedingungen, unter denen Unternehmen wie Primark ihre Ware herstellen lassen. Der Einsturz eines Fabrikgebäudes, der jetzt das irische Unternehmen in Erklärungsnot bringt, ist schon die zweite Katastrophe in der rasch wachsenden Textilindustrie von Bangladesch binnen eines halben Jahres. Diese Bilanz straft alle „Nachhaltigkeitsberichte“ und Gelöbnisse auf den „ethischen Handel“ Lügen. Die Kunden und die Aktionäre von Primark und anderen (auch im Preis ihrer Ware teureren) westlichen Modeketten sind gefordert, diesen Missständen ein Ende zu bereiten. Wenn sie es nicht tun, werden in den Fabriken von Bangladesch weiter Arbeiter für billige T-Shirts ihr Leben lassen.





