Nur ein kleiner Makel

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cld. RUHPOLDING. Am Schießstand war Erik Lesser ganz kühl. Zum ersten Mal in seiner Karriere war der 24 Jahre alte Thüringer Biathlet Schlussläufer in der ...

cld. RUHPOLDING. Am Schießstand war Erik Lesser ganz kühl. Zum ersten Mal in seiner Karriere war der 24 Jahre alte Thüringer Biathlet Schlussläufer in der deutschen 4 x 7,5-Kilometerstaffel, und dann hatte er auch noch die Lärmkulisse der 11 000 erwartungsfrohen Zuschauer in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena im Rücken. Dennoch war jeder Schuss ein Treffer, und das war im direkten Duell mit den beiden derzeit Besten der Welt, Martin Fourcade und Emil-Hegle Svendsen, schon ein Ausrufezeichen. Dass der Franzose auf den letzten 2,5 Kilometern nicht zu halten war, und sowohl der Norweger als auch der Österreicher Christoph Sumann noch am Deutschen vorbei hetzten, war ein kleiner Schönheitsfehler einer bemerkenswerten Vorstellung. Am Ende lag das deutsche Quartett als Vierter 21 Sekunden hinter Sieger Frankreich zurück.

“Das Schießen war bombastisch, zwei Runden war alles bestens, aber am letzten Berg bin ich fest geworden und dann ging nichts mehr“, sagte Lesser. Seinen Vorläufern Simon Schempp, dem von einer Erkältung genesenen Andreas Birnbacher und Arnd Peiffer war es nicht gelungen, Lesser einen Vorsprung mit ins Finale zu geben. Birnbacher bremste der einsetzende Schneefall aus, Peiffer suchte ebenfalls nach der richtigen Spur, übergab mit 5,1 Sekunden Rückstand an Lesser Männer-Bundestrainer Mark Kirchner konnte Platz vier durchaus etwas abgewinnen. „Wir sind knapp am Podest vorbei, aber wir haben gezeigt, dass wir mithalten können.“

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