Luxottica : Modische Brillen „Made in Italy“

Mehr als Traditionstitel wie Fiat oder Pirelli und mehr als staatlich kontrollierte Energieriesen wie Eni und Enel repräsentiert Luxottica die Erfolgsgeschichte von „Made in Italy“, mit einer Mischung von Kreativität, Mode und globaler Präsenz.
Der Hersteller von Brillengestellen, Sonnen- und Sportbrillen mit 70 000 Mitarbeitern erzielte 2012 einen Umsatz von 7 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 542 Millionen Euro. Luxottica produziert nicht nur seine Waren, sondern besitzt selbst 6400 eigene Brillengeschäfte vor allem in Nordamerika, Australien und in China. Zu den eigenen Marken wie Ray Ban, Oakley oder Vogue kommen noch Dutzende Lizenzmarken von Armani bis Versace, Chanel bis Ralph Lauren, mit denen Luxottica seine Produkte entwirft und vermarktet. Sonnenbrillen sind das billigste Modeobjekt mit Designermarke, das die Verbrauchermassen erstehen können.
Dementsprechend profitiert Luxottica davon, dass in immer mehr Schwellenländern die Zahl der mode- und markenbewussten Kunden schnell wächst. Im ersten Halbjahr 2013 verzeichnete Luxottica im Großhandel in Europa ein Umsatzplus von 5 Prozent, in Nordamerika von 9 Prozent, in Schwellenländern von 21 Prozent und insgesamt von 6 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Bei einer Erholung der Konjunktur in Europa gibt es noch mehr Wachstumspotential. Für Anleger ergibt sich die Frage, ob die Luxottica-Aktien - mit einem Kursplus von 44 Prozent in zwölf Monaten und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von mehr als 28 - nicht schon ziemlich teuer geworden sind. Doch andererseits steckt hier hinter einem Titel nicht nur ein Branchenführer, sondern auch das Verkaufspotential einer der wichtigsten Modemarken der Welt.
tp.





