Hessische Wirtschaft warnt vor Eurobonds

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mak. frankfurt. Die hessische Wirtschaft warnt vor dem Einstieg in eine Transferunion in Europa, sie spricht sich gegen Eurobonds aus und verlangt, die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank zu erhalten.

mak. frankfurt. Die hessische Wirtschaft warnt vor dem Einstieg in eine Transferunion in Europa, sie spricht sich gegen Eurobonds aus und verlangt, die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank zu erhalten. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) legte gestern ein mehrseitiges Positionspapier zur Krise Europas vor, dem nach Auskunft von Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender alle Mitgliedsorganisationen zugestimmt haben, also neben der Industrie auch die Dienstleistungsunternehmen, darunter die Banken.

In der Stellungnahme heißt es, wenn die Euro-Länder künftig über Rettungsfonds gegenseitig für ihre Staatsschulden einstehen müssten, sei dies ein Bruch geltenden Rechts. Man lehne eine Aufstockung des Rettungsfonds ab. "Die VhU fordert die Europa-, Bundes- und Landespolitik auf, dafür einzutreten, dass die Euro-Länder gegenüber hochverschuldeten Ländern und ihren Gläubigern keine weiteren Fehlanreize durch Dauerhilfen setzen, sondern dem Prinzip der Haftung, das für eine funktionierende Marktwirtschaft konstitutiv ist, wieder Geltung verschaffen." Auch private Gläubiger müssten einen Beitrag zur Umschuldung leisten. Überschuldete Länder sollten ihre Lasten überwiegend selbst tragen. (Siehe Seite 43.)

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