Geradeaus trotz Schlingerkurs
PEKING, 27. Juni. Die Finanzwelt macht sich weiter Gedanken um China. Was man ihr nicht verdenken kann: Auslöser sind die Verwerfungen am Geldmarkt, wo sich ...
PEKING, 27. Juni. Die Finanzwelt macht sich weiter Gedanken um China. Was man ihr nicht verdenken kann: Auslöser sind die Verwerfungen am Geldmarkt, wo sich die Banken untereinander mit Liquidität versorgen. In dem gewaltigen Zinsanstieg drückt sich großes Misstrauen aus, das die Zentralbank PBOC noch verstärkt hat - wohl, weil sie es teilt. Nicht nur sah sie zunächst davon ab, einzuspringen und Liquidität bereitzustellen. Sie schrieb den Geschäftsbanken auch ins Stammbuch, ihre Ausleihungen besser zu verwalten und mehr Geld auf die hohe Kante zu legen. Die hohen Zinsen und die Schelte haben Anleger in aller Welt verunsichert. Dies umso mehr, als Gerüchte über die Zahlungsunfähigkeit staatlicher Banken die Runde machten. Vier der zehn größten Finanzhäuser der Welt sitzen in China. Mittlerweile hat die PBOC die Lage wieder etwas beruhigt, musste dazu aber einen Schlingerkurs fahren. Nach Tagen des Abwartens teilte sie mit, einzelnen Banken Finanzspritzen verabreicht zu haben. Auch künftig will sie am Geldmarkt eingreifen.





