Computersucht :
Oft werden neue Waffen freigeschaltet

Von
Julian Binz, Kantonsschule Limmattal
,
Urdorf
Lesezeit:
F.A.Z.

Der 17-Jährige ist stundenlang online und verlässt sein Zimmer kaum. Sein Leben findet virtuell statt. Die Eltern sind hilflos.

Das Erste, was man bemerkt, wenn man den stickigen, düsteren und nach Pizza riechenden Raum betritt, ist der grell leuchtende Computer. Skype und League of Legends, ein Action-Echtzeit-Strategiespiel, laufen. Davor sitzt der 17-jährige Thomas Kuster (Name geändert), der das Spiel fast jeden Abend spielt, während er sich mit seinen Freunden über Skype unterhält. Thomas ist nicht der stereotype, übergewichtige, leicht verwahrloste Computerspieler, nur seine gebückte Körperhaltung weist auf häufiges Sitzen hin. Er wirkt gepflegt und ist eher schlank. Seine Kleidung ist lässig und dem Alter entsprechend, er trägt ein T-Shirt und eine schwarze Jogginghose, wenn er rausgeht, zieht er aber ein Paar Jeans an.

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