Angriff auf Sirte
F.A.Z. Frankfurt, 26. September. Truppen des Nationalen Übergangsrats in Libyen haben am Montag abermals die Küstenstadt Sirte angegriffen. Auch Flugzeuge der Nato griffen wieder militärische Ziele in der Heimatstadt des gestürzten ...
F.A.Z. Frankfurt, 26. September. Truppen des Nationalen Übergangsrats in Libyen haben am Montag abermals die Küstenstadt Sirte angegriffen. Auch Flugzeuge der Nato griffen wieder militärische Ziele in der Heimatstadt des gestürzten Diktators Muammar al Gaddafi an, die noch von dessen Truppen gehalten wird. Zuvor war am Wochenende ein Vorstoß von Kämfern des Übergangsrates nach Sirte gescheitert. Der Übergangsrat und Flüchtlinge aus der Stadt werfen Gaddafis Kämpfern vor, sie gebrauchten Zivilisten als menschliche Schutzschilde. Nach Angaben des Übergangsrats griffen am Sonntag Gaddafi-Kämpfer von Algerien aus den libyschen Grenzort Ghadamis an und töteten sechs Menschen. In Tripolis wurde unterdessen bekannt, dass in der Nähe eines Gefängnisses die Leichname von 1270 Häftlingen gefunden worden sind. In dem Gefängnis hat es 1996 ein Massaker gegeben, nachdem Häftlinge gegen die Haftbedingungen protestiert hatten. Der italienische Erdöl- und Energiekonzern Eni nahm als zweites Unternehmen nach dem französischen Konzern Total die Ölproduktion in libyschen Anlagen wieder auf. In 15 Anlagen werde wieder Öl gefördert, teilte der Konzern am Montag in Rom mit.





