Acht Festnahmen im Mordfall
Falcone
jöb. ROM, 16. April. 21 Jahre nach der Ermordung des Richters und „Mafia-Jägers“ Giovanni Falcone haben die Justizbehörden am Dienstag acht Haftbefehle ...
jöb. ROM, 16. April. 21 Jahre nach der Ermordung des Richters und „Mafia-Jägers“ Giovanni Falcone haben die Justizbehörden am Dienstag acht Haftbefehle erlassen. Sie betreffen nach Angaben der Behörden mehrere Handlanger der Tat, aber auch Mafiabosse, unter ihnen den „Paten“ Salvatore Madonia, der als Auftraggeber des Falcone-Mordes gilt und wegen anderer Delikte schon in Haft sitzt. Die Haftbefehle gehen nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa auf den geständigen Mafioso Gaspara Spatuzza zurück. Erst im November war der mutmaßliche Lieferant des Sprengstoffs für das Attentat auf Falcone, ein Fischer, festgenommen worden. Jetzt kamen auch Personen in Haft, die dem Fischer bei der Beschaffung des Sprengstoffs geholfen haben sollen. Der 53 Jahre alte Falcone, seine Frau Francesca und drei seiner Leibwächter waren am 23. Mai 1992 bei dem Attentat auf der Schnellstraße zwischen dem Flughafen und der Stadt Palermo getötet worden. Falcone hatte in den achtziger Jahren entscheidend dazu beigetragen, dass die italienischen Sicherheitskräfte koordiniert gegen die Mafia vorgingen, auf Sizilien gegen die „Cosa Nostra“. Zwei Monate nach seinem Tod wurde sein engster Mitarbeiter Paolo Borsellino ebenfalls bei einem Sprengstoffattentat der Mafia getötet.





