Folgen der Energiewende :
RWE-Chef droht mit früherem Atom-Ausstieg

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RWE-Kernkraftwerk Emsland
RWE-Kernkraftwerk Emslanddpa

Atommeiler lohnen sich für die Energieversorger offenbar kaum noch. RWE-Boss Peter Terium kündigt nun sogar an, Kernkraftwerke schneller abzuschalten, wenn der Börsenstrompreis weiter fällt.

Beschleunigt jetzt sogar die Energiewirtschaft den Atomausstieg? Der stark gesunkene Strom-Großhandelspreis macht es für große Versorger zunehmend unattraktiver, Atommeiler zu betreiben. Geht der Preisverfall an der Börse weiter, wären die Kernkraftwerke sogar „im roten Bereich“, schlägt jetzt der Chef des Energiekonzerns RWE, Peter Terium, Alarm: „Bei den jetzigen Strompreisen inklusive Brennelementesteuer sind die operativen Kosten für den Betrieb eines Kernkraftwerks so hoch, dass die Margen minimal geworden sind“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Terium drohte damit, unrentable Kraftwerke einfach abzuschalten und damit vom Netz zu nehmen. „Es wäre nicht zu verantworten, ein Kraftwerk weiter laufen zu lassen, wenn ich damit jeden Tag Geld verliere“, sagte er und betonte: „Dieses Geld habe ich nicht. Und meine Aktionäre geben es mir auch nicht.“

Infolge der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 hatte die Bundesregierung beschlossen, dass Deutschland bis zum Jahr 2022 komplett aus der Atomkraft aussteigt.

Dass der Strompreis an er Börse (nicht für den Endverbraucher) so stark gesunken ist, liegt an der Förderpolitik für erneuerbare Energieträger. Der viele Ökostrom wird vorrangig und zu garantierten Preisen ins Netz eingespeist.

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