TUI in der Krise : 813 Millionen Euro Verlust

Der Chef des Reisekonzerns wettert gegen die Impfstrategie der EU und feiert das Vorgehen der Briten. Es sind die Folgen eines Überlebenskampfs.
Für den Reisekonzern TUI hängt das Überleben zu einem wesentlichen Teil davon ab, dass die Impfungen gegen Corona schnell Fortschritte machen und Kunden bald wieder in den Urlaub fliegen. Entsprechend harsch fiel die Kritik von Konzernchef Fritz Joussen aus, als er am Dienstag in einer Telefonkonferenz auf die Schwierigkeiten in der Europäischen Union zu sprechen kam. Die EU habe es nicht richtig hinbekommen, wetterte der Manager, dessen Unternehmen in der Coronakrise schon Staatshilfe in Milliardenhöhe bekommen hat. Im kürzlich aus der EU ausgetretenen Großbritannien laufe es dagegen „toll“. Für britische Politiker liege daher nahe, die Impfkampagne zu nutzen, um auf Vorzüge des Brexits hinzuweisen.





