Rocket Software gibt auf : Weg für Silver Lake bei Software AG frei

Der Rivale zieht sich zurück: Rocket Software hat im Ringen um die Übernahme der Software AG aufgegeben und verkauft seine Anteile. Damit ist der Weg für Silver Lake geebnet.
Für den US-Finanzinvestor Silver Lake ist der Weg zur Übernahme der Software AG frei. Der Konkurrent Bain Capital, der über seine Beteiligung Rocket Software ebenfalls ein Angebot für das Darmstädter Unternehmen in Aussicht gestellt hatte, gibt seine Bestrebungen auf, wie Bain am Montagabend mitteilte. „Leider waren unsere Bemühungen nicht erfolgreich“, räumte Rocket-Gründer und -Chef Andy Youniss ein. Rocket werde nun seine Software-AG-Aktien – 10,02 Prozent des Grundkapitals – für je 32 Euro an Silver Lake verkaufen. Damit gehören Silver Lake nun 41 Prozent der Software AG.
Der Vorstand der Software AG hatte sich im Übernahmeringen auf die Seite von Silver Lake gestellt. Die Aktionäre hatten aber angesichts eines möglichen Gegenangebots von Bain abgewartet. Nun kann Silver Lake hoffen, die angestrebte Mehrheit an der Software AG doch noch zu erreichen.
Vergangene Woche strich der Investor wegen des schleppend verlaufenden Angebotsprozesses die Mindestannahmeschwelle, wodurch sich die Frist zur Annahme des Angebots um zwei Wochen bis zum 28. Juni verlängerte. Das Gebot wird von der Unternehmensführung unterstützt. Zudem hat Silver Lake einen Kaufvertrag mit der Großaktionärin Software-AG-Stiftung über deren 25,1 Prozent geschlossen, rund fünf Prozent hat sich der Investor am Markt beschafft. Bain Capital hatte ein höheres Angebot in Aussicht gestellt und wollte die Software AG ursprünglich mit Rocket Software fusionieren.





